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Ein zweiter Geburtstag - und ein neuer Berufsweg
Der Unfall, der alles veränderte Fast zwei Jahre war er krankgeschrieben. Zwei Jahre, in denen nicht nur der Körper heilen musste, sondern auch die Psyche. Die körperliche Belastbarkeit war stark eingeschränkt, dazu kam eine ausgeprägte Höhenangst. Schnell war klar: Auf das Dach würde er nicht mehr zurückkehren können. Die Ausbildung, die fast schon geschafft war, musste beendet werden. Was folgte, war eine Zeit voller Unsicherheit wie es gesundheitlich und beruflich weitergeht. Zunächst arbeitete er als Produktionsmitarbeiter im Drei-Schicht-System am Fließband – körperlich eigentlich schon zu viel, perspektivisch erst recht keine Lösung. Zwei Jahre Stillstand - und der Verlust der Perspektive „Ich wusste: So kann es nicht weitergehen." Der Wendepunkt kam über die zuständige Berufsgenossenschaft (BG), seinen Reha-Träger. Im Gespräch mit seinem Sachbearbeiter wurde klar: Es braucht einen Neustart – mit Struktur, Perspektive und Unterstützung. Die Empfehlung führte zum Regionalcenter Kassel des Berufsförderungswerks Frankfurt am Main. Kurz darauf meldete sich ein Mitarbeiter und lud zu einem Kennenlernen ein. Anfangs überwog Skepsis. Noch ein Termin, noch ein Programm, noch eine Verpflichtung. Doch das änderte sich schnell. Gemeinsam wurde der Lebenslauf angeschaut, die Situation eingeordnet und ein realistischer Weg entwickelt. Im November 2021 startete dann für ihn die Reha Vorbereitung im Regionalcenter Kassel. Finanziell abgesichert war er von nun an durch das Übergangsgeld der Berufsgenossenschaft. “So kann es nicht weitergehen” - der Wendepunkt mit der BG BAU Drei Monate lang ging es darum, schulische Inhalte aufzufrischen, Bewerbungen zu schreiben und den Einstieg in eine neue Ausbildung vorzubereiten. Möglichkeiten auszuloten: Welcher Beruf passt – körperlich, persönlich, langfristig? Was ist realistisch? Was macht Sinn? Parallel wurden schulische Inhalte aufgefrischt, Bewerbungen geschrieben und der Einstieg in eine neue Ausbildung vorbereitet. Der Kurs nahm die Angst vor dem Neuanfang – und machte Mut. Zum 1. Februar begann er mit einer verkürzten Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei einem Unternehmen ganz in seiner Nähe – der Lerch Türen GmbH, einem inhabergeführten Familienbetrieb in sechster Generation mit rund 30 Mitarbeitenden und über 175 Jahren Unternehmensgeschichte. Der erste Schritt in eine neue Richtung Dank seiner handwerklichen Vorbildung und der Vorbereitung im BFW fiel ihm der Einstieg in die Ausbildung leicht. Begleitet wurde er während der gesamten Ausbildungszeit weiterhin vom Regionalcenter Kassel: einmal pro Woche Stützunterricht, Hilfe bei Hausaufgaben und intensive Vorbereitung auf Zwischen- und Abschlussprüfung. Gerade diese kontinuierliche Begleitung erwies sich als entscheidend. „Am Anfang war ich ehrlich gesagt genervt. Nach der Berufsschule nochmal lernen, nochmal hinfahren. Aber rückblickend weiß ich: Ohne das BFW hätte ich die Ausbildung nicht so abgeschlossen." Mut zum Neustart: Der Einstieg in eine neue Ausbildung Im Unternehmen selbst fand er schnell seinen Platz. Heute arbeitet er im Vertrieb von Holz und Holzwerkstoffen, prüft technische Zeichnungen, erstellt Fertigungsaufträge und betreut Kunden – vor allem Firmenkunden mit größeren Bauprojekten, aber auch Privatkunden. Lerch Türen beliefert deutschlandweit Großprojekte und öffentliche Einrichtungen und ist spezialisiert auf hochwertige Innentüren – gefertigt im eigenen Haus. Seine frühere Ausbildung als Dachdecker ist dabei ein echter Vorteil: Baupläne lesen, Abläufe verstehen, mit anderen Gewerken sprechen – all das fällt ihm leichter. Er weiß, wovon er spricht. Der Einsatz zahlte sich aus: Er wurde Ausbildungsbester im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Auch sein Ausbildungsbetrieb wurde ausgezeichnet. Im Sommer 2024 bestand er seine Abschlussprüfung – und wurde direkt übernommen. Begleitet, gefördert, unterstützt - warum das BFW entscheidend war Heute sagt er: „Mir geht es richtig gut. Die neue Ausbildung war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich habe jetzt einen Abschluss in der Tasche, einen sicheren Job und endlich das Gefühl, angekommen zu sein." Der Druck, die ständige Anspannung der Jahre nach dem Unfall – all das ist verschwunden. Geblieben ist Dankbarkeit, Stolz und Zuversicht. Gesundheitlich wird er nie wieder dort stehen, wo er vor dem Unfall war. Aber er ist genau dort, wo er heute sein möchte. Seit vier Jahren hat er nun eine neue Perspektive. Und noch immer macht ihm die Arbeit Spaß. Diese Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn nach einem schweren Einschnitt die richtigen Menschen, Institutionen und Entscheidungen zusammenkommen. Die Berufsgenossenschaft, das Regionalcenter des BFW Frankfurt und ein engagierter Ausbildungsbetrieb haben gemeinsam einen Weg eröffnet – und aus einem Sturz eine neue Perspektive entstehen lassen.
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Infos & Links - Berufsförderungswerk Frankfurt
Infos & Links Berufliche Rehabilitation ist eine hoch-spezialisierte Leistung. Im Auftrag der Leistungsträger ermöglicht das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Neustart in den Arbeitsmarkt – und bietet hierfür hilfreiche Informationen und Links. Wissenswertes zu beruflicher Rehabilitation und Angeboten des Berufsförderungswerks Rund um die Themen Arbeit, Gesundheit und Rehabilitation finden Sie hier nützliche Informationen und Downloads: Sie ermöglichen Ihnen einen schnellen Überblick über das geltende Recht, die Angebote der Berufsförderungswerke und wichtige Ansprechpartner. Neben weiterführenden Links finden Sie ausführliche Antworten auf häufig gestellte Fragen. Weitere Leistungen Berufliche Reha Gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Unfälle können dazu führen, dass Menschen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Ihr Weg zu uns Das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main ist in der Kulturstadt Bad Vilbel beheimatet. Links Das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main stellt Ihnen eine Übersicht über Verbände und Partner-Organisationen zur Verfügung. Kontakte Sie haben Fragen zum Berufsförderungswerk und seinen Leistungen? Hier finden Sie die passenden Ansprechpartner. FAQ Hier erhalten Interessierte und Teilnehmende des Berufsförderungswerks Antworten auf häufig gestellte Fragen. Einblicke in das BFW Über uns Rundgang Angebote im Video Unsere Leistungen
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Das BFW-Netzwerk - Das BFW Frankfurt - Berufsförderungswerk Frankfurt
Das BFW-Netzwerk Austausch ermöglichen und Kompetenzen sinnvoll ergänzen — das ist Ziel der Netzwerkarbeit des Berufsförderungswerks Frankfurt: Die langjährigen Partnerschaften und Kontakte des Berufsförderungswerks zu Unternehmen und Verbänden rund um die Berufliche Rehabilitation schaffen einen Wissenstransfer, der sich in vielfältigen gemeinsamen Modellprojekten und Entwicklungen niederschlägt. Kooperation mit Unternehmen Das BFW Frankfurt möchte für seine Absolventen eine langfristige Berufsperspektive ermöglichen. Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen schafft dafür eine entscheidende Voraussetzungen: In der Kooperation mit Unternehmen werden die Bedarfe von Betrieben ausgelotet und gemeinsam Lösungen zur Fachkräftesicherung entwickelt. Denn Unternehmen sind daran interessiert, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Eine Kooperation bietet daher vielfältige Chancen - und je langfristiger die Zusammenarbeit ausgerichtet ist, desto intensiver können unternehmensspezifische Anforderungen in den Qualifizierungen berücksichtigt und effiziente Maßnahmen rund um ein demografiefestes Personalmanagement realisiert werden. Eine Auswahl an Kooperationspartnern Boehringer Ingelheim KfW Bankengruppe Stada AG Partnerschaften Kompetenzen ergänzen und Know-how miteinander vernetzen: Langjährige Partnerschaften und Kontakte zu Unternehmen und Verbänden rund um die Themen Arbeit und Gesundheit haben einen Wissenstransfer entwickelt, der sich in vielfältigen gemeinsamen Modellprojekten und Entwicklungen niederschlägt. Um die Expertise des Berufsförderungswerkes Frankfurt am Main im Interesse der Teilnehmer sinnvoll einzubringen und seine Positionen inhaltlich zu vertreten, ist das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main Mitglied in einschlägigen Organisationen. Im engen Dialog entstehen auf diese Weise Synergien, von denen in erster Linie die behinderten Menschen, aber auch alle am Prozess beteiligten Unternehmen profitieren. Auswahl an Mitglied- und Partnerschaften UnternehmensForum Mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Wirtschafts- und Arbeitsleben schaffen — mit diesem Ziel haben sich Unternehmen unterschiedlicher Größe im bundesweiten UnternehmensForum zusammengeschlossen. Sie tauschen Erfahrungen und Strategien aus der Praxis für die Praxis aus. www.unternehmensforum.org Unternehmerverband Frankfurt Rhein Main Der UVF steht seit 1975 allen Unternehmen offen, die nicht den klassischen Branchenverbänden zugeordnet werden können. Die Interessen der Mitgliedsunternehmen werden von Rechtsanwälten vertreten. www.uvf.de Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke Der Zusammenschluss aus 28 Berufsförderungswerken aus ganz Deutschland bündelt die Kompetenz der Reha-Experten aus den Berufsförderungswerken und vertritt ihre Interessen auf Bundesebene. www.bv-bfw.de Bundesverband Mittelständische Wirtschaft Als berufs- und branchenübergreifender, parteipolitisch neutraler Unternehmerverband vertritt der BVMW die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen gegenüber Politik, Behörden und Gewerkschaften. www.bvmw.de Salus Kliniken Die Salus Kliniken Friedrichsdorf und Friedberg sind Einrichtungen zur Behandlung von psychosomatischen Störungen und Suchterkrankungen. Mit diesen Kliniken führt das BFW Frankfurt u.a. ein Verzahnungsprojekt im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung durch. Bereits während der Entwöhnungsbehandlung kann im BFW ein Reha-Assessment durchgeführt werden, das Ergebnis wird direkt in den Abschlussbericht der Klinik eingearbeitet — so werden Wege in Arbeit für Suchtkranke nach stationären Therapien verkürzt. www.salus-kliniken.de / salus-friedrichsdorf.de Berufsbildungswerk Südhessen gGmbH Mit einem ganzheitlichen Leistungs- und Beratungsangebot ebnet das bbw Südhessen jungen Menschen mit Behinderungen und Benachteiligung den Weg in ein selbstbestimmtes Leben und bereitet sie darauf vor, sich den vielseitigen Anforderungen des Arbeitsmarktes selbstsicher zu stellen. Nicht nur die räumliche Nähe zum bbw Südhessen sondern auch gemeinsame Projekte dokumentieren die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit. www.bbw-suedhessen.de Weiterbildung Hessen e.V. Der Verein ist ein Zusammenschluss von hessischen Bildungseinrichtungen und sorgt für Transparenz und Orientierung in der hessischen Weiterbildung. Die Mitglieder haben sich auf gemeinsame Qualitätsstandards verpflichtet. www.wb-hessen.de Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main (BGU) Retten, Heilen und Rehabilitieren sind die Aufgaben, denen sich die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main widmet. Das BFW Frankfurt am Main führt Potenzialanalysen, ist Partner im Betrieblichen Eingliederungsmanagement und unterstützt die BGU in Fragen rund um die berufliche Rehabilitation und Integration. www.bgu-frankfurt.de Das Demographie Netzwerk e.V. Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) ist ein gemeinnütziges Netzwerk von Unternehmen für Unternehmen. Rund 300 Unternehmen und Institutionen mit einer Personalverantwortung für über zwei Million Beschäftigte haben sich zusammengeschlossen, um den demographischen Wandel aktiv zu gestalten. Dabei verpflichten sich die ddn-Unternehmen unter anderem für eine nicht diskriminierende, altersneutrale Personalpolitik, für eine ausgewogene Altersstruktur der Belegschaft, eine ganzheitliche Gesundheitsförderung und den Wissenstransfer zwischen den Generationen. demographie-netzwerk.de myAbility Das österreichische Social Enterprise will Unternehmen dabei helfen, die Potenziale von Menschen mit Behinderungen als Mitarbeitende und Kunden wahrzunehmen und zu nutzen. Dafür bietet myAbility Services wie Recruiting, Disability Trainings oder Accessibility Consulting an. SV Fun-Ball Dortelweil e.V. Beim SV Fun-Ball Dortelweil wird Sport zum Erlebnis. der 1996 gegründete Verein nimmt eine Ausnahmestellung unter den Vereinen des Wetteraukreises ein. Er zählt nicht nur etwa 4400 Mitglieder, sondern betreibt in seinen 20 Abteilungen auch erfolgreich mehr als 80 Sportangebote. Er unterhält Kooperationen mit Schulen, Kindergärten, dem Landessportbund, der Hessischen Sportjugend und auch dem Berufsförderungswerk Frankfurt am Main. www.fun-ball-dortelweil.de Einblicke in das BFW Über uns Rundgang Angebote im Video Unsere Leistungen
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Vielen Dank - Digitale Info-Tage - Termine - Berufsförderungswerk Frankfurt
Vielen Dank Wir haben Ihre Anmeldung erhalten und werden Ihnen rechtzeitig (ca. 2-3 Tage) vor dem Termin den entsprechenden Zugangslink für Microsoft Teams per E-Mail zukommen lassen. Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten unter Beachtung der Bestimmungen der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes (BSDG) sowie aller maßgeblichen Gesetze. Weitere Datenschutzinformationen finden Sie auf unserer Webseite unter der Adresse: https://bfw-frankfurt.de/datenschutz
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Vielen Dank - Info-Tage - Termine - Berufsförderungswerk Frankfurt
Vielen Dank Wir haben Ihre Anmeldung erhalten. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl erhalten Sie von uns noch eine Bestätigung, ob Ihr Wunschtermin noch berücksichtigt werden kann oder ob wir Ihnen einen späteren Termin vorschlagen. Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten unter Beachtung der Bestimmungen der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes (BSDG) sowie aller maßgeblichen Gesetze. Weitere Datenschutzinformationen finden Sie auf unserer Webseite unter der Adresse: https://bfw-frankfurt.de/datenschutz
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Anmeldung - Berufsförderungswerk Frankfurt
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Vielen Dank - JobTrain - Berufsförderungswerk Frankfurt
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Detail - Erfolgsgeschichten - Leben im BFW - Berufsförderungswerk Frankfurt
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Zwei Männer, ein Zufall, ein Neuanfang – wie das Berufsförderungswerk Frankfurt zurück ins Leben hilft
Ein stabiles Leben bricht auseinander Sascha war über 25 Jahre Groß– und Außenhandelskaufmann, am Ende sogar in der Geschäftsführung. Nach außen wirkte sein Leben stabil, erfolgreich, kontrolliert. Doch hinter dieser Fassade wuchs die innere Leere. Die Branche fühlte sich zunehmend falsch an, er empfand immer häufiger, dass er andere Menschen über den Tisch zog – ein Gefühl, das er irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Parallel dazu stürzte sein privates Umfeld ein: eine Ehefrau, die erkrankte, er selbst mit körperlichen Einschränkungen kämpfen musste, Depressionen und weitere Tiefschläge führten dazu, dass an Arbeiten nicht mehr zu denken war. Nach längerer Krankheitsphase stelle er einen Antrag auf berufliche Rehabilitation. Ihm wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt durch die Rentenversicherung genehmigt. So kam er schließlich zum Reha-Assessment ins Berufsförderungswerk Frankfurt. Dort wurde ihm klar, dass er einen Beruf braucht, den er nicht mit nach Hause nimmt – und dass er ein Talent für etwas hat, womit er privat noch kaum Berührungspunkte gehabt hatte: Die Informationstechnologie (IT). Der Weg aus der kreativen Sackgasse Stefan kam aus einer völlig anderen Ecke: Mediengestaltung, kreativer Kopf, bekannt für seinen Einsatz. Doch das toxische Klima in seinem Unternehmen ließ ihn innerlich langsam zerbrechen. Er rutschte in eine mittelschwere Depression, kämpfte mit den Folgen und wurde zeitweise sogar berufsunfähig eingestuft. Als man ihn in Maßnahmen drängte, die nicht zu ihm passten, kam er wütend, frustriert und enttäuscht im BFW an. Er wusste nicht, was er wollte – nur, was er nicht mehr konnte. Der Beginn einer tiefen Freundschaft Beide Männer trafen sich zufällig in derselben Qualifizierungsrichtung. Es war ein ungeplanter Schulterschluss zweier Menschen, die genau zur gleichen Zeit jemanden brauchten, der verstand, wie es sich anfühlt, wenn das Leben sich scheinbar gegen einen wendet. Diese Verbindung wurde zu ihrem größten Schatz, zu einer gegenseitigen Kraftquelle. Sie erkannten langsam, dass der Ort, an dem sie waren, vielleicht genau der war, an dem ihr Neubeginn möglich wurde. Sascha kämpfte sich durch die Qualifizierung. Das erste Praktikum war ein Desaster – so schlecht, dass er nicht mehr wusste, ob er überhaupt in der IT bleiben wollte. Stefan war in dieser Zeit sein Halt. Er baute ihn auf, schob ihn weiter, glaubte an ihn, als Sascha selbst es nicht mehr tat. Stefan wiederum fand langsam zurück zu seinem Können, auch wenn der Weg von Startschwierigkeiten und Ausfällen geprägt war. Doch er blieb dran. Die Chance beim Deutschen Wetterdienst (DWD) Der entscheidende Moment kam, als Sascha sich beim DWD bewarb. Sein Ansprechpartner dort erkannte ihn als Mensch – nicht als Akte, nicht als Reha-Fall, sondern als jemanden mit Potenzial. Seine Projektarbeit für die IHK-Abschlussprüfung war so überzeugend, dass er ein Übernahmeangebot bekam. Diese Erfahrung – dass man wertgeschätzt wird – war für ihn überwältigend. Und er gab diese Chance weiter: Er überzeugte Stefan, sich ebenfalls zu bewerben. Stefan war zunächst zögerlich, weil alte Enttäuschungen ihn misstrauisch gemacht hatten. Doch dann brachte Sascha Stefan beim DWD ins Rennen. Kurz darauf bekam er die Möglichkeit das Arbeitsumfeld kennenzulernen. Er traf das Team, den Chef und merkte sofort: hier könnte ich wieder aufblühen. Seine anschließende Bewerbung war erfolgreich. Und es begann. Heute arbeiten beide beim DWD. Sie erleben dort ein Arbeitsklima, das sie zuvor nicht kannten: Vertrauen, Fairness, Wertschätzung. Ein Team, das sie aufnimmt, ohne Vorbehalte. Sascha hat sein Selbstbewusstsein wiedergefunden, seine Identität, seinen Mut. Stefan hat einen Ort gefunden, an dem er Verantwortung tragen darf – und sich genau dabei lebendig fühlt. Beide sagen, dass sie zum ersten Mal seit vielen Jahren morgens aufstehen und sich auf den Tag freuen. Was das BFW Frankfurt wirklich bedeutet Die Geschichte der beiden zeigt, wie hilfreich das BFW Frankfurt ist. Es ist ein Ort, an dem Menschen die Chance bekommen, neu zu beginnen. Ein Ort, der Möglichkeiten öffnet, Perspektiven sichtbar macht und Wege ebnet, die man selbst vielleicht nicht mehr gesehen hätte. Manchmal braucht es nur ein Reha-Assessment, eine professionelle Begleitung, ein gutes Gespräch, konstruktive Anregungen – oder einfach jemanden, der zur richtigen Zeit an deiner Seite sitzt. Sascha und Stefan beweisen, dass ein Neuanfang immer möglich ist. Dass selbst in den dunkelsten Momenten eine Tür offenstehen kann. Und dass man niemals unterschätzen sollte, was passieren kann, wenn zwei Menschen sich zufällig begegnen – und gemeinsam beschließen, nicht aufzugeben.